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Romeo und Julia

Der Trailer zum Ballett von Christian Spuck

Wiederaufnahme 25 Mai 2019
31 Mai; 01, 10, 16, 21, 22, 27 Jun 2019

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Gespräch


Direkt ins Herz

Ballettdirektor Christian Spuck über die erstmalige Durchführung von «ballett für alle».

Christian, nachdem sich oper für alle seit fünf Jahren grosser Beliebtheit beim Zürcher Publikum erfreut, gibt es nun erstmals ballett für alle. Was bedeutet diese Premiere für dich?
Dass Romeo und Julia live auf den Sechseläutenplatz übertragen wird, ermöglicht einem grossen Publikum, sich eine der Erfolgsproduktionen des Balletts Zürich anzuschauen und sich ein eigenes Bild von der Qualität unserer Compagnie zu machen. Dass wir an einem Abend so viele Menschen erreichen können, begeistert mich sehr. Vielleicht entdeckt der eine oder andere dabei ja seine Ballettleidenschaft und kommt nach diesem Erlebnis auch in eine unserer Vorstellungen.

Kann man so eine Video-Übertragung überhaupt mit dem Live-Erlebnis im Opernhaus vergleichen?
Das ist nur bedingt möglich. Die Kameras wirken wie ein zusätzliches Auge, das zwischen Tänzer und Publikum geschaltet ist. Die räumliche Wahrnehmung, die gerade für den Tanz sehr wichtig ist, ist zwar eingeschränkt, andererseits hat die Kamera die Möglichkeit, sich den Tänzerinnen und Tänzern auf kürzeste Distance zu nähern und so neue, ungewohnte Perspektiven auf das Stück und die Aufführung zu ermöglichen. Solche Momente bleiben einem im Opernhaus aufgrund der grösseren Entfernung oft versagt. Aber natürlich hat ballett für alle eine ganz andere Qualität: Es gibt sicher nicht so viele Gelegenheiten, sich bei Sonnenuntergang in Gemeinschaft ein so emotionales Ballett wie Romeo und Julia anzuschauen. Die Kulisse des Sechseläutenplatzes mit der Fassade des Opernhauses, die Nähe zum See und das hoffentlich schöne Wetter versprechen da, glaube ich, ein einmaliges Erlebnis.

Warum eignet sich gerade Romeo und Julia für solch ein Event?
Es war von Anfang an klar, dass wir für diesen Anlass ein Ballett finden müssen, das mit einer sehr berührenden Geschichte das Publikum direkt, emotional und unkompliziert anspricht. Nicht umsonst gilt Shakespeares Drama immer noch als die schönste Liebesgeschichte der Weltliteratur, auch die bewegende Musik von Sergej Prokofjew trifft einen immer wieder direkt ins Herz. Das konnten wir nicht nur hier in Zürich, sondern auch bei unseren Gastspielen in Tel Aviv, Bogotá und Stuttgart immer wieder erleben.

Romeo und Julia war 2012 deine Antrittsproduktion als neuer Direktor des Balletts Zürich. Wie schaust du heute auf diese Aufführung?
Grundsätzlich blicke ich sehr kritisch auf jede Wiederaufnahme. Wenn ich Romeo und Julia heute sehe, merke ich natürlich, wie sich das Ballett Zürich in den letzten sieben Jahren verändert hat und welche ästhetischen Verschiebungen stattgefunden haben. Dass wir am Opernhaus Zürich die Möglichkeit haben, uns in unserer Kunst weiterzuentwickeln, ist eine grosse Chance und keineswegs selbstverständlich. Gefreut habe ich mich vor allem, dass das Stück nach wie vor über eine grosse emotionale Kraft verfügt. Das hat vor allem mit der Qualität der Interpeten zu tun.

Auf wen darf man sich freuen?
Auf jeden einzelnen Tänzer, jede einzelne Tänzerin auf der Bühne. Katja Wünsche und William Moore sind in den Titelrollen zu erleben, Daniel Mulligan ist Mercutio, und Elena Vostrotina erarbeitet sich gerade mit einem sehr eigenen Humor die Figur der Amme. Mit Michail Jurowski steht einer der erfahrensten Prokofjew­-Interpreten unserer Zeit am Pult der Philharmonia Zürich. Die phantastische Ausstattung von Bühnenbildner Christian Schmidt und Kostümbildnerin Emma Ryott macht das Ganze auch optisch zu einem Ereignis.


Dieser Artikel ist erschienen in MAG 70, Juni 2019.
Foto von Jos Schmid. 
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Herzlichen Glückwunsch!

Christian Spuck erhält für sein jüngstes Ballett «Winterreise» den Prix Benois de la Danse, einer der bedeutendsten Tanzpreise überhaupt. Ein grosser Dank geht an alle Beteiligten.

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Ballettdirektor Christian Spuck erhält den renommierten Prix Benois de la Danse für sein Ballett Winterreise! +++ Auf Einladung des Royal Opera House wird das Junior Ballett am 18. und 19. Juni den Ballettabend Kreationen am Young Talent Festival präsentieren. +++